Biofeedback in der Schmerztherapie:
Auch bei Schmerzen ist Biofeedbacktraining sehr wirksam. Der Patient lernt eine bessere Selbstregulation.
Rückenschmerzen:
Hier wird beispielsweise die Muskelverspannung, die oft mit starken Schmerzen einhergeht, gemessen und dem Patienten als wahrnehmbares Signal zurückgemeldet. Durch Entspannungstechniken oder die Vorstellung beruhigender Situationen übt er, diese Verspannung zu beeinflussen.
Neuropathische Schmerzen:
Hier hat sich die Rückmeldung der Körpertemperatur in der betroffenen Region bewährt. Die Hauttemperatur wird mit Sensoren gemessen. Der Patient soll versuchen, die Hauttemperatur zu senken, da dadurch häufig auch die Schmerzwahrnehmung abnimmt.
Spannungskopfschmerz und Migräne:
Hier wird das elektrische Erregungsniveau der Stirn- oder Nackenmuskulatur dem Patienten in Form eines akustischen und/oder optischen Signals rückgemeldet (EMG-Biofeedback). Ziel ist es wiederum, das aktuelle muskuläre Erregungsniveau durch Entspannung auch in Belastungs- und Stresssituationen zu senken. Darüber hinaus soll der Patient lernen, den Anspannungszustand der Muskulatur besser wahrzunehmen, so dass in Zukunft ganz auf den Einsatz von Biofeedback verzichtet werden kann.
Durch Biofeedbackverfahren lassen sich die Schmerzen um 50 bis 60% lindern, was einer medikamentösen Behandlung vergleichbar ist.
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